Glossar
Begriffe, die in der gesamten CodingBox-Dokumentation verwendet werden, nach Themen gruppiert. Jeder Eintrag verlinkt auf das Material, in dem das Konzept ausführlich erklärt wird.
Module und Speicher
- Transceiver — ein steckbares Modul, das elektrische Signale in Licht umwandelt und zurück, für Glasfaserverbindungen; siehe Was ist ein optischer Transceiver?.
- Formfaktor — das standardisierte Gehäuse, der Steckverbinder und die Anzahl der Lanes eines Moduls (SFP, QSFP, QSFP-DD, OSFP…); siehe Formfaktoren.
- MSA — Multi-Source Agreement: eine Branchenvereinbarung, die Module eines Formfaktors untereinander austauschbar macht; siehe MSA & Normen.
- EEPROM — der nichtflüchtige Speicher des Moduls mit Identität, Fähigkeiten, Schwellwerten und Konfiguration; siehe Kurzreferenz zur Speicherbelegung.
- A0h / A2h — die beiden Zweidraht-Adressen eines Moduls der SFP-Klasse: Identität (A0h) und Diagnose (A2h); siehe SFF-8472.
- Seite / Bank — der paginierte obere Speicher von QSFP- und CMIS-Modulen, ausgewählt über Byte 127 (und 126 für Banks); siehe SFF-8636, CMIS.
- Serial ID — der Identitätsblock: Hersteller, Teilenummer, Seriennummer, Codes, Wellenlänge, Längen.
- CC_BASE / CC_EXT / CC_DMI — Prüfsummen über die Identitäts-, Erweiterungs- und Diagnoseblöcke; müssen nach jeder Bearbeitung neu berechnet werden; siehe EEPROM editor.
- Compliance-Codes — Bytes, die angeben, welche PMDs und Raten ein Modul unterstützt; Werte nach SFF-8024.
- Herstellersperre — ein Host, der Module ablehnt oder markiert, deren Identität er nicht erkennt; siehe Herstellersperre.
- Coding / Recoding — das Umschreiben von Identitätsfeldern, damit ein Modul zeigt, was ein Host erwartet; siehe EEPROM-Recoding.
- Schreibschutz / Passwort — Mechanismen, die den Modulspeicher vor Schreibzugriffen schützen; siehe Arten des Schreibschutzes.
- Rate Select (RS0/RS1) — Pins oder Bits, die ein Modul zwischen Ratengruppen umschalten; siehe Raten- und Anwendungsauswahl.
- TX_DISABLE, TX_FAULT, RX_LOS — niedrigtaktige Steuer-/Statussignale von Modulen der SFP-Klasse: Laser aus, Senderfehler, Verlust des Empfangssignals.
- LOL — Loss of Lock: Der CDR kann keinen Takt zurückgewinnen; siehe CDR.
- Zustandsmaschine des Moduls — die CMIS-Zustände (LowPwr, PwrUp, Ready…), die ein Modul beim Start durchläuft; siehe CMIS-Probleme.
- CDB — Command Data Block: die CMIS-Nachrichtenschnittstelle für Firmware und erweiterte Operationen.
- VDM — Versatile Diagnostics Monitoring: CMIS-Seiten mit Pre-FEC-BER, SNR und weiteren erweiterten Messgrößen; siehe Diagnose je Lane.
Im Inneren des Moduls
- TOSA / ROSA / BOSA — optische Sende-, Empfangs- und bidirektionale Baugruppen; siehe Das optische Front-End.
- TO-can — ein hermetisches Metallgehäuse für einen Laser oder eine Fotodiode; im Gegensatz dazu Chip-on-board.
- COB — Chip-on-Board: unverpackte Dies, die direkt auf die Modulplatine gebondet werden; siehe Chip-on-board.
- VCSEL, FP, DFB, EML — Lasertypen (oberflächenemittierend, 850 nm; Fabry–Pérot; verteilte Rückkopplung; extern moduliert); siehe Lasertypen.
- DML — direkt modulierter Laser (Strom geschaltet); MZM — Mach-Zehnder-Modulator; EAM — Elektroabsorptionsmodulator.
- ITLA — integrierbare durchstimmbare Laserbaugruppe (Micro-/Nano-ITLA in Pluggables); siehe Durchstimmbare DWDM-Transceiver.
- SiPh — Silizium-Photonik: Modulatoren, Wellenleiter und Detektoren auf einem Siliziumchip, gespeist von einem externen Laser.
- PIN / APD — Fotodiodentypen (ohne Verstärkung / Lawinenverstärkung); TIA / LA — Transimpedanz- und Begrenzerverstärker; siehe Empfänger.
- CDR — Clock and Data Recovery: der Retimer, der einen Takt extrahiert und Jitter entfernt; siehe CDR.
- DSP — der digitale Signalprozessor, der Entzerrung und FEC in PAM4- und kohärenten Modulen durchführt.
- TEC — der thermoelektrische Kühler, der einen Laser auf konstanter Temperatur hält (gekühlte DWDM-/EML-Module).
- LPO — Linear-drive Pluggable Optics: Module ohne DSP, entzerrt durch den Host.
- CPO — Co-Packaged Optics: optische Engines im Gehäuse des Switch-ASICs.
Signale und Modulation
- NRZ — zweistufige Signalisierung, ein Bit pro Symbol; PAM4 — vierstufig, zwei Bit pro Symbol; siehe FEC & Link Training.
- Baud (GBd) — Symbole pro Sekunde; entspricht bei NRZ der Bitrate, bei PAM4 der Hälfte davon; siehe Einheiten und Umrechnungen.
- FEC — Vorwärtsfehlerkorrektur (BASE-R, RS(528,514), RS(544,514)); Pre-FEC-BER — die Fehlerrate vor der Korrektur.
- BER — Bitfehlerrate, z. B. 10⁻¹².
- Extinktionsverhältnis — das Verhältnis der optischen Pegel „1“ zu „0“ (dB).
- Chirp — die Wellenlängenverschiebung bei direkter Modulation; begrenzt die Reichweite über die Dispersion.
- Kohärent — Detektion mit einem Lokaloszillator-Laser und DSP (QPSK, 16-QAM); siehe Kohärente Optik.
- Autonegotiation (Abschnitt 73), Link Training — Verfahren bei Kupfer/DAC zur Aushandlung von Geschwindigkeit, FEC und Entzerrung.
Faser und Verkabelung
- FOL (Fibre-Optic Link) — eine Kommunikationsverbindung über Lichtwellenleiter; die russische Abkürzung lautet ВОЛС.
- Singlemode (SMF, OS1/OS2) — 9-µm-Kern, große Reichweite; Multimode (MMF, OM1–OM5) — 50/62,5-µm-Kern, kurze Reichweite; siehe Steckverbinder und Fasertypen.
- LC, SC, MPO/MTP, SN, CS, MDC — optische Steckverbindertypen; UPC / APC — flache gegenüber angeschrägter Politur (blau / grün).
- DAC / AOC — Direct-Attach-Kupferkabel / aktives optisches Kabel mit festen Modulenden; siehe DAC vs. AOC vs. Transceiver.
- Dämpfung — der Faserverlust in dB/km, wellenlängenabhängig; Dispersion — die Pulsverbreiterung (chromatisch, modal, PMD).
- Leistungsbudget — Einkoppelleistung minus Empfindlichkeit minus Verluste und Reserve; siehe CWDM-Mux/Demux und Leistungsbudget.
- OTDR — Optical Time-Domain Reflectometer: lokalisiert Verluste und Brüche entlang einer Faser.
- Einfügedämpfung / Rückflussdämpfung — der Verlust durch eine Komponente / das zurückreflektierte Licht.
Diagnose
- DDM / DOM — Digital Diagnostic Monitoring: Temperatur, Spannung, Bias-Strom, Tx-/Rx-Leistung in Echtzeit; siehe DDM-Grundlagen.
- Alarm-/Warnschwellwerte — werkseitige Grenzwerte, im Modul gespeichert; siehe Schwellwerte & Alarme.
- Interne / externe Kalibrierung — ob das Modul oder der Host die Rohwerte der Sensoren umrechnet; siehe Kalibrierung.
- OMA — Optical Modulation Amplitude, eine Alternative zur mittleren Leistung für die Rx-Empfindlichkeit.
- Tx-Bias — der Treiberstrom des Lasers; der wichtigste Alterungsindikator.
- Empfindlichkeit / Übersteuerung — minimale / maximale Empfängerleistung für korrekten Betrieb.
- Link-Pass — die bei der Installation erfasste DDM- und OTDR-Basislinie; siehe Überwachung.
Wellenlängen und WDM
- O-/E-/S-/C-/L-/U-Band — die benannten Wellenlängenbänder; siehe Wellenlängenbänder und Kanalpläne.
- CWDM / DWDM — grobes (20 nm) und dichtes (0,8/0,4 nm, ITU-Raster) Wellenlängenmultiplexverfahren; siehe CWDM, DWDM.
- LAN-WDM — das 4-Wellenlängen-Raster um 1300 nm, verwendet von 100GBASE-LR4.
- BiDi — bidirektional: zwei Wellenlängen auf einer Faser.
- ITU-Raster — das DWDM-Frequenzraster, verankert bei 193,1 THz; siehe DWDM und das ITU-Raster.
- Mux / Demux, OADM, ROADM — passive Kombinierer/Splitter und (re)konfigurierbares Add/Drop; siehe DWDM-Komponenten.
- EDFA / Raman / SOA — Typen optischer Verstärker.
- OSNR — Optical Signal-to-Noise Ratio; die Grenze verstärkter Verbindungen.
Normen und Organisationen
- SFF Committee / SNIA SFF TA — Herausgeber der SFF-xxxx-Spezifikationen; siehe Spezifikationskatalog.
- SFF-8472, SFF-8636, SFF-8024, SFF-8690, INF-8077i — Spezifikationen für Management, Codetabellen und Tuning; siehe Spezifikationen und Normen.
- CMIS — Common Management Interface Specification (QSFP-DD MSA → OIF); MIS — SFP-DD Management Interface Specification.
- IEEE 802.3 — Ethernet, einschließlich optischer PMDs (
10GBASE-LR,400GBASE-DR4…); siehe PMD-Referenz. - INCITS T11 / FC-PI — die physikalische Schicht von Fibre Channel; IBTA — InfiniBand Trade Association; ITU-T G-Reihe — Empfehlungen zu PON und WDM; OIF — Optical Internetworking Forum (400ZR, CMIS).
- PMD — die Physical-Medium-Dependent-Teilschicht: die benannte optische Schnittstelle (SR, LR, DR4…).
Netzwerke und Technologien
- PON, OLT, ONU/ONT — das passive optische Netz und seine Anbieter-/Teilnehmerenden; siehe PON.
- SAN, HBA, ISL — Storage Area Network, Host Bus Adapter, Inter-Switch Link; siehe Fibre Channel.
- RDMA, RoCE — Remote Direct Memory Access und RDMA over Converged Ethernet; siehe InfiniBand, KI-Cluster.
- Breakout — das Aufteilen eines Multi-Lane-Ports in unabhängige Links mit niedrigerer Rate.
- NOS — Network Operating System (IOS, Junos, EOS, VRP…); siehe Hersteller und Netzwerkbetriebssysteme.
CodingBox
- Treiber — das lokale Programm, das die Browser-App und ein Programmiergerät über USB verbindet; siehe Eine Platine anschließen.
- Programmiergerät — die Platine, die physisch mit einem Transceiver verbunden wird; siehe Unterstützte Modelle.
- Simulator — der Standardmodus der App ohne Hardware; siehe Simulatormodus.
- Code database — jeder gespeicherte und je Modul verkettete Lesevorgang; siehe Code database.
- Platz — ein Geräteplatz in einem Abonnement; siehe Abonnements und Plätze.
Die Langformen der in diesen Definitionen verwendeten Akronyme, von A bis Z: Abkürzungen; vierzig kurze Antworten auf die Fragen dahinter: Optik-FAQ.
Das Vokabular der Faserseite — Licht im Glas, Faser- und Kabeltypen, passive Komponenten, Installation, OTDR- und Prüfbegriffe: Glossar der Glasfasertechnik.